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2013 Lukas 2,21

Predigt > Jahreswechsel

Silvester 2013 -- Lukas  2,21 - Gott hilft

Lukas 2, 21:
Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.

Zwischen den Jahren, so heißen die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Es ist die Zeit, noch einmal zurück zu blicken auf Vergangenes, Bilanz zu ziehen und den Dingen einen Namen zu geben. Das Neue ist schon da, zu Weihnachten geboren, aber wird es auch lebensfähig sein?  Bewahrheitet sich nun der Namen, der sich einem Engel verdankt. Oder ist es ganz anders gekommen.

„Nach acht Tagen aber musste das Kind  beschnitten werden“, erzählt Lukas für diesen Tag heute. Die Zwischenzeit ist vorüber. Es hat sich gezeigt, das Kind ist lebendig.  Jetzt muss man beim Namen nennen, was da geworden ist. Der letzte Tag des alten Jahres ist der Tag der Namensgebung für das Neue.

Lukas 2, 21: Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.


L Schw. .u. Br.

Zwischen den Jahren, so heißen die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Es ist die Zeit, noch einmal zurück zu blicken auf Vergangenes, Bilanz zu ziehen und den Dingen einen Namen zu geben. Das Neue ist schon da, zu Weihnachten geboren, aber wird es auch lebensfähig sein?  Bewahrheitet sich nun der Namen, der sich einem Engel verdankt. Oder ist es ganz anders gekommen.

„Nach acht Tagen aber musste das Kind  beschnitten werden“, erzählt Lukas für diesen Tag heute. Die Zwischenzeit ist vorüber. Es hat sich gezeigt, das Kind ist lebendig.  Jetzt muss man beim Namen nennen, was da geworden ist. Der letzte Tag des alten Jahres ist der Tag der Namensgebung für das Neue.



In der in diesem zu Ende gehenden Jahr  viel diskutierten Beschneidung wiederholt sich der Urschrei der Geburt bei Moslems und Juden. In christlicher Kultur wurde bis vor 40 Jahren das Kind in  der Woche nach der Geburtauf seinen Namen getauft, symbolisch noch einmal aus dem Fruchtwasser der Mutter herausgeholt, die orthodoxe Kirche hat sich den Ritus auch soweit bewahrt, dass die Kinder dabei ganz untergetaucht werden. Auch darüber hatte in diesem Jahr ein Gericht zu urteilen, wenngleich nicht ganz so spektakulär wie der zur Beschneidung.  Nach säkularen Ritus  ist 8 Tage die  Zeit in der  Geburt und Name beim Standesamt aktenkundig  werden müssen, so will es der Staat



Mit der Namensgebung verbindet sich Religions- und Kulturzugehörigkeit. Woran glaube ich? Welcher Gemeinschaft vertraue ich? Nomen est omen. Der Name ist das Vorzeichen des Zukünftigen.



Pünktlich dazu erscheinen in den Zeitungen Berichte über die beliebtesten Namen im vergangenen Jahr. In den Namen zeigt sich eine Zeit. Sag mir deinen Namen und ich sage dir in welcher Zeit du geboren bist. In den Namen zeigt sich was Menschen wirklich glauben, in der Tiefe ihres Herzens, als Gefühl, als Wohlklang oder Missklang, lange bevor der Verstand es erfasst hat. Wer sein Kind liebt, gibt ihm einen Namen, mit dem er Gutes verbindet.

Mia –Kurzform von Maria war  bei den Mädchen auf Platz 1 und Lukas  mit der Variante Luca bei den Jungen an erster Stelle in diesem Jahr gemeinsam mit Ben

Geht man nach den Namen, so steht der christliche Glauben ganz oben, sogar im unkirchlichen Ostdeutschland. Er hat nichts von seiner prägenden Kraft verloren,  auch wenn  das Christentum bei uns ein anderes geworden ist: Globaler, religionsübergreifender und (als Pfarrer sage ich: leider) auch weniger traditionell-kirchlich.

Das auffallendste Merkmal dafür ist: Die Taufe wenige Tage nach der Geburt gibt es fast gar nicht mehr.  Waren Taufe und Namensgebung in früheren Zeiten dasselbe Ereignis, so ist das heute auseinandergefallen, die Kinder werden immer älter bis hin zum völligen Verzicht auf die Taufe trotz christlichem Namen.



Ähnliche Veränderungen gab es  bei den Trauungen. Mancher von den Älteren unter uns kennt noch die Zeit, wo es ganz schwierig war, einen Partner anderer Konfession zu heiraten.

Inzwischen ist  es zur Ausnahme geworden, dass  beide Partner Mitglied der evangelischen Kirche sind. Ich beobachte zudem mit Interesse die Anfrage von Paaren, von denen keiner von beiden Mitglied unserer Landeskirche ist und auch noch nie war, die aber doch mit Gottes Segen heirateten wollen.  Wir kriegen das ja auch meistens hin. Es sind im kommenden Jahr erfreulich viele.

Vieles verändert sich teilweise in rasantem Tempo in der Gesellschaft und wir sind als Kirche davon ebenso betroffen



„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“, spricht die Jahreslosung für das kommende Jahr 2013.



Doch wie immer  das sein wird, was da kommt. Über unserer  Suche steht der Name, den das Kind von Bethlehem heute bekommt: Jesus – zu Deutsch heißt das: Gott hilft.  Im Vertrauen darauf können wir getrost dem kommenden entgegen gehen.  Immerhin hat sich in unserer Kirchengemeinde im zu Ende gehenden Jahr auch schon bewährt, was Maria und Josef damals fanden, als sonst kein Platz war: Eine Krippe nämlich.  Die Kinderkrippe



„Man gab ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war“. Jesus - Gott hilft.   Der Engel Gabriel, die Kraft des Lebens, sagt das der Jungfrau Maria, bevor sie überhaupt schwanger wird: Trau dich nur - Gott hilft dir und dann nenn das Kind auch so.

Manchen, die heute schon längst keine Jungfrau mehr sind  sich aber immer noch kein Kind zutrauen, möchte ich das auch zurufen. Nur Mut, trau dich, Gott hilft. Und ein Krippenplatz wird sich auch schon finden.  



„Gott hilft“,  das glaubt  Maria in der Tiefe ihres  Herzens, das ist unser christlicher Glaube. Mit den Worten von Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag“.

Maria hat Angst vor der Schande, dass kein Mann da ist, aber dann findet sich der Josef doch, nachdem mit Engelszungen zu ihm gesprochen wurde.  Über beide kommt der Kaiser Augustus und kein Platz in der Herberge, doch es erfüllt sich auch das Wort von Hölderlin: Wo die Not am größten ist, wächst auch das Rettende. Da steht die Krippe.

Für Dietrich Bonhoeffer kommt nach seinen Zeilen zum Jahreswechsel weitere, Lagerhaft, die Hinrichtung und der Tod. Nichts rettet ihn, doch gerade so wird er zum Retter für sein Volk und seine Kirche. Da war und ist einer, auf den wir mit Stolz blicken können. Das ist einer zu dem ein geschlagenes Volk aufsehen kann und eine neue Zukunft entdecken. Sein Name steht bis heute über Schulen und Kirchengemeinden. So hilft Gott.

Gott hilft, Gott wirkt wirklich!  Jesus - Diesen Namen trägt das Kind also ab dem 31. 12.  Und diesen Namen tragen die Jahre seitdem: 2012 nach Christi Geburt, und  2013 nach Christi Geburt.



Gott hilft!   Nicht alle sehen das so. Zu den Veränderungen der religiösen Landschaft gehört, dass das Wort „Gott“ in säkularer Umgebung häufig nicht mehr verstanden wird, oder einen sehr zweideutigen Klang hat. Dies liegt nicht unbedingt an ignoranten Zeitgenossen, sondern am Missbrauch von Gottes Namen. Wer im Namen Gottes mordet, mordet Gott. Ob islamistische Attentäter oder Priester, die sich an kleinen Kindern vergriffen. Da verstehen auch  jene, für die Religion eigentlich etwas Gutes ist, Gott und die Welt nicht mehr.

Die anderen die  Unreligiösen fühlen sich in ihrem Unglauben und ihrer Ablehnung erst recht bestätigt



Das wird anders, wenn ich übersetze, was ich mit dem Wort „Gott“ meine. „Gott ist Liebe“ – so schreibt das Johannes im Herzen der Bibel. Paulus schreibt  „Glaube, Hoffnung, Liebe, aber die Liebe ist das Größte“. Gott und Liebe, das ist das Gleiche. Im Phänomen der Liebe zeigt sich Gott und umgekehrt, der sich in Jesus Christus offenbarende Gott ist nichts als Liebe. Und die hilft,  die wirkt wirklich.

Da werden kreative, schöpferische Kräfte frei. Da lässt sich mit viel himmlischer Phantasie auch widriges Schicksal meistern.



Bewegen wir es im Herzen, entdecken wir wie auch im zu Ende gehenden Jahr uns die Liebe wirklich geholfen hat.



Lid EG 329, Bis hierher hat mich Gott gebracht, haben wir gesungen. In  Carl Zuckmeyers Hauptmann von Köpenick singt das der Schustergesellen Voigt als er im Gefängnis gelandet ist. Oder besser: er muss es singen, weil der Pfarrer es singen lässt und  dann klingt es komisch. Aus dem Mund eines Kleinkriminellen: Bis hierher hat mich Gott gebracht

Es hat aber noch eine andere Dimension.  Ich kann nämlich auch die Tiefe meines Lebens, das Scheitern wahrnehmen, als einen Weg auf dem auch Gott mit dabei ist, der Schöpfer mit dabei ist. Dann werde ich selbst schöpferisch-kreativ.



Damit beginnt etwas Neues. Eine neue Idee reift heran.  Aus dem Schustergesellen Voigt wird der unvergessliche Hauptmann von Köpenick.

Auch das Schwere kann noch zum Segen werden.  Betrachte  es doch mal mit den Augen Gottes, mit den Augen, die eine ganze Welt sehen und nicht nur sich sich selbst: Betrachte es mit himmlischer Phantasie und Kreativität, mit Freude auch am Erfolg der anderen und einem tiefen Mitempfinden dessen, was den Nächsten bedrückt.  



Nehmen wir uns die Zeit auch in unserem Leben diese Kraft Gottes zu entdecken. Wie er da war – mit Heil und Segen in Glück und Unglück. Wie er da sein will. „Hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden.“


Fürchten wir uns nicht.  Suchen  wir  getrost die zukünftige Stadt im  neuen Jahr des Herrn 2013.

In der in diesem zu Ende gehenden Jahr  viel diskutierten Beschneidung wiederholt sich der Urschrei der Geburt bei Moslems und Juden. In christlicher Kultur wurde bis vor 40 Jahren das Kind in  der Woche nach der Geburtauf seinen Namen getauft, symbolisch noch einmal aus dem Fruchtwasser der Mutter herausgeholt, die orthodoxe Kirche hat sich den Ritus auch soweit bewahrt, dass die Kinder dabei ganz untergetaucht werden. Auch darüber hatte in diesem Jahr ein Gericht zu urteilen, wenngleich nicht ganz so spektakulär wie der zur Beschneidung.  Nach säkularen Ritus  ist 8 Tage die  Zeit in der  Geburt und Name beim Standesamt aktenkundig  werden müssen, so will es der Staat

Mit der Namensgebung verbindet sich Religions- und Kulturzugehörigkeit. Woran glaube ich? Welcher Gemeinschaft vertraue ich? Nomen est omen. Der Name ist das Vorzeichen des Zukünftigen.

Pünktlich dazu erscheinen in den Zeitungen Berichte über die beliebtesten Namen im vergangenen Jahr. In den Namen zeigt sich eine Zeit. Sag mir deinen Namen und ich sage dir in welcher Zeit du geboren bist. In den Namen zeigt sich was Menschen wirklich glauben, in der Tiefe ihres Herzens, als Gefühl, als Wohlklang oder Missklang, lange bevor der Verstand es erfasst hat. Wer sein Kind liebt, gibt ihm einen Namen, mit dem er Gutes verbindet.
Mia –Kurzform von Maria war  bei den Mädchen auf Platz 1 und Lukas  mit der Variante Luca bei den Jungen an erster Stelle in diesem Jahr gemeinsam mit Ben
Geht man nach den Namen, so steht der christliche Glauben ganz oben, sogar im unkirchlichen Ostdeutschland. Er hat nichts von seiner prägenden Kraft verloren,  auch wenn  das Christentum bei uns ein anderes geworden ist: Globaler, religionsübergreifender und (als Pfarrer sage ich: leider) auch weniger traditionell-kirchlich.
Das auffallendste Merkmal dafür ist: Die Taufe wenige Tage nach der Geburt gibt es fast gar nicht mehr.  Waren Taufe und Namensgebung in früheren Zeiten dasselbe Ereignis, so ist das heute auseinandergefallen, die Kinder werden immer älter bis hin zum völligen Verzicht auf die Taufe trotz christlichem Namen.

Ähnliche Veränderungen gab es  bei den Trauungen. Mancher von den Älteren unter uns kennt noch die Zeit, wo es ganz schwierig war, einen Partner anderer Konfession zu heiraten.
Inzwischen ist  es zur Ausnahme geworden, dass  beide Partner Mitglied der evangelischen Kirche sind. Ich beobachte zudem mit Interesse die Anfrage von Paaren, von denen keiner von beiden Mitglied unserer Landeskirche ist und auch noch nie war, die aber doch mit Gottes Segen heirateten wollen.  Wir kriegen das ja auch meistens hin. Es sind im kommenden Jahr erfreulich viele.
Vieles verändert sich teilweise in rasantem Tempo in der Gesellschaft und wir sind als Kirche davon ebenso betroffen

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“, spricht die Jahreslosung für das kommende Jahr 2013.

Doch wie immer  das sein wird, was da kommt. Über unserer  Suche steht der Name, den das Kind von Bethlehem heute bekommt: Jesus – zu Deutsch heißt das: Gott hilft.  Im Vertrauen darauf können wir getrost dem kommenden entgegen gehen.  Immerhin hat sich in unserer Kirchengemeinde im zu Ende gehenden Jahr auch schon bewährt, was Maria und Josef damals fanden, als sonst kein Platz war: Eine Krippe nämlich.  Die Kinderkrippe

„Man gab ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war“. Jesus - Gott hilft.   Der Engel Gabriel, die Kraft des Lebens, sagt das der Jungfrau Maria, bevor sie überhaupt schwanger wird: Trau dich nur - Gott hilft dir und dann nenn das Kind auch so.
Manchen, die heute schon längst keine Jungfrau mehr sind  sich aber immer noch kein Kind zutrauen, möchte ich das auch zurufen. Nur Mut, trau dich, Gott hilft. Und ein Krippenplatz wird sich auch schon finden.

„Gott hilft“,  das glaubt  Maria in der Tiefe ihres  Herzens, das ist unser christlicher Glaube. Mit den Worten von Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag“.
Maria hat Angst vor der Schande, dass kein Mann da ist, aber dann findet sich der Josef doch, nachdem mit Engelszungen zu ihm gesprochen wurde.  Über beide kommt der Kaiser Augustus und kein Platz in der Herberge, doch es erfüllt sich auch das Wort von Hölderlin: Wo die Not am größten ist, wächst auch das Rettende. Da steht die Krippe.
Für Dietrich Bonhoeffer kommt nach seinen Zeilen zum Jahreswechsel weitere, Lagerhaft, die Hinrichtung und der Tod. Nichts rettet ihn, doch gerade so wird er zum Retter für sein Volk und seine Kirche. Da war und ist einer, auf den wir mit Stolz blicken können. Das ist einer zu dem ein geschlagenes Volk aufsehen kann und eine neue Zukunft entdecken. Sein Name steht bis heute über Schulen und Kirchengemeinden. So hilft Gott.
Gott hilft, Gott wirkt wirklich!  Jesus - Diesen Namen trägt das Kind also ab dem 31. 12.  Und diesen Namen tragen die Jahre seitdem: 2012 nach Christi Geburt, und  2013 nach Christi Geburt.

Gott hilft!   Nicht alle sehen das so. Zu den Veränderungen der religiösen Landschaft gehört, dass das Wort „Gott“ in säkularer Umgebung häufig nicht mehr verstanden wird, oder einen sehr zweideutigen Klang hat. Dies liegt nicht unbedingt an ignoranten Zeitgenossen, sondern am Missbrauch von Gottes Namen. Wer im Namen Gottes mordet, mordet Gott. Ob islamistische Attentäter oder Priester, die sich an kleinen Kindern vergriffen. Da verstehen auch  jene, für die Religion eigentlich etwas Gutes ist, Gott und die Welt nicht mehr.
Die anderen die  Unreligiösen fühlen sich in ihrem Unglauben und ihrer Ablehnung erst recht bestätigt

Das wird anders, wenn ich übersetze, was ich mit dem Wort „Gott“ meine. „Gott ist Liebe“ – so schreibt das Johannes im Herzen der Bibel. Paulus schreibt  „Glaube, Hoffnung, Liebe, aber die Liebe ist das Größte“. Gott und Liebe, das ist das Gleiche. Im Phänomen der Liebe zeigt sich Gott und umgekehrt, der sich in Jesus Christus offenbarende Gott ist nichts als Liebe. Und die hilft,  die wirkt wirklich.
Da werden kreative, schöpferische Kräfte frei. Da lässt sich mit viel himmlischer Phantasie auch widriges Schicksal meistern.

Bewegen wir es im Herzen, entdecken wir wie auch im zu Ende gehenden Jahr uns die Liebe wirklich geholfen hat.

Lid EG 329, Bis hierher hat mich Gott gebracht, haben wir gesungen. In  Carl Zuckmeyers Hauptmann von Köpenick singt das der Schustergesellen Voigt als er im Gefängnis gelandet ist. Oder besser: er muss es singen, weil der Pfarrer es singen lässt und  dann klingt es komisch. Aus dem Mund eines Kleinkriminellen: Bis hierher hat mich Gott gebracht
Es hat aber noch eine andere Dimension.  Ich kann nämlich auch die Tiefe meines Lebens, das Scheitern wahrnehmen, als einen Weg auf dem auch Gott mit dabei ist, der Schöpfer mit dabei ist. Dann werde ich selbst schöpferisch-kreativ.

Damit beginnt etwas Neues. Eine neue Idee reift heran.  Aus dem Schustergesellen Voigt wird der unvergessliche Hauptmann von Köpenick.
Auch das Schwere kann noch zum Segen werden.  Betrachte  es doch mal mit den Augen Gottes, mit den Augen, die eine ganze Welt sehen und nicht nur sich sich selbst: Betrachte es mit himmlischer Phantasie und Kreativität, mit Freude auch am Erfolg der anderen und einem tiefen Mitempfinden dessen, was den Nächsten bedrückt.

Nehmen wir uns die Zeit auch in unserem Leben diese Kraft Gottes zu entdecken. Wie er da war – mit Heil und Segen in Glück und Unglück. Wie er da sein will. „Hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden.“

Fürchten wir uns nicht.  Suchen  wir  getrost die zukünftige Stadt im  neuen Jahr des Herrn 2013.

 
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