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Überall ist Bethlehem

Krippenspiel

 PPT- Präsentation 2 MB

MachteuerHerzSchweizerdeutsch.docx

Macht euer Herz bereit

Krippenspiel mit Gereimtem und Ungereimten für 7 bis 70 Mitwirkende verschiedenen Alters

von Helmut G. Müller

 

zum Spiel

 

Das vorliegende Stück ist 1992 entstanden, wurde 1998 überarbeitet und 2009  um eine Fassung für Jugendliche ab Konfirmandenalter ergänzt. Für die größeren Rollen werden 22 MitspielerInnen ab 7 Jahre gebraucht. Dazu können beliebig viele kleinere Kinder kommen, die Wünsche an das Christkind haben oder im Engelschor mitwirken.

Wo nur 7 Mitspieler zur Verfügung stehen, kann das Stück  auch ohne die Szene 1, 2 und 6 gespielt werden, mit nur einem Engel, zwei Hirten, Maria und Josef,  einem Wirt und dem Sprecher. Die Szenen 4 und 7 werden dann entsprechend angepasst.

In Variante 2 für Jugendliche ab Konfirmandenalter  sind Szene  1 und Szene 6 so verändert, dass sie deren Lebenswelt aufnehmen. Eine kurze Predigt ist als Anhang beigefügt.

Eine PPT – Präsentation existiert. Für die Variante 2 gibt es vom Autor eine Fortsetzung zum Passionsspiel für Jugendliche.

 

Inhalt Variante 1:

 

Das Krippenspiel beginnt mit der Rollenverteilung für dieses Spiel.

Fast alle Mädchen wollen Maria sein. Eine, die damit gar nicht rechnen konnte wird es dann.

Der Kaiser muss die Staatsfinanzen sanieren. Das Kind will trotz schwerer Reise in Bethlehem geboren werden. Maria und Josef geraten im Gasthaus in ein Stammtischgespräch. Kinder wollen vom Christkind etwas geschenkt bekommen. Jesus wird in einem Stall mit Ratten und Gespenstern geboren. Hirten hören ihre Schafe Posaune spielen und entdecken die Engel.

In der Universität von Babylon wir ein astrologischer Vortrag gehalten und eine Supernova entdeckt. Die Weisen gehen zur Krippe und verkünden am Ende gemeinsam mit Maria und Josef die Weihnachtsbotschaft.

 

Inhalt Variante 2:

 

Jo hilft jährlich als Teamer beim Krippenspiel mit. Er liebt Miri und Miri liebt Jo, Pünktlich zum 24. 12. trifft dann auch noch ein Brief ein aus Bethlehem — Bethlehem  in Südafrika. Im nächsten Jahr könnte Jo dort mit dem ersehnten Auslandsjob beginnen. Die Welt stünde den beiden offen — wenn da nicht diese Schwangerschaft wäre …  Internet und die drei Weisen aus dem Morgenland werden zu Ratgebern. Moderne Lebenswelt und klassisches Krippenspiel kommen in dem Stück in gleicher Weise zur Aufführung.

 

Rollen

 

(die Aufteilung von Mädchen 1 –6 und Junge 1 ist auch anders möglich)

 

Maria, Mädchen 7     

Josef, Junge 2

Balthasar        

Kaspar

Melchior        

Sprecherin u.Mädchen 2       

Hirte 5 u. Mädchen 5

Hirte 3 u. Mädchen 4

Wirtin u. Mädchen  1

Wirt u. Junge 1          

Gast 1

Gast 2

Senator 1       

Senator 2       

Senator 3       

Kaiser Augustus        

Hirte 1

Hirte 2

Hirte 4

Engel 1          

Engel 2          

Engel 3 u. Mädchen 3           

Senator 3       

Kind 1

Kind 2

Kind 3

Kind 4

Kind 5

Spielleiter       

 

zusätzlich in Variante 2

Jo       

Miri    

Mirjam           

Jule     

 

Szene 1:  Rollenverteilung

 

 Die MitspielerInnen sitzen zunächst im Publikum, am besten in den vorderen Reihen.

Spielleiter: Für unser Krippenspiel brauchen wir zunächst Mitspieler. Wer will heute dabei sein?

(Kinder kommen nach vorne)

Spielleiter: Macht ihr mit beim Krippenspiel?

Alle: Ja!

1. Mädchen: Ich will die Maria spielen.

2. - 8. Mädchen: Nein, ich, ich.

Spielleiter: Warum streitet ihr euch? Ist denn die Maria die einzige schöne Rolle?

Alle Mädchen: Jaaaaaaa!

Spielleiter: Aber es können doch nicht alle die Maria spielen.

Alle Mädchen (leise): Nein!

Spielleiter: Ist eine unter euch, die das Gefühl hat, sie sei ihr Leben lang unglücklich, wenn sie die Maria nicht spielen darf?

Mädchen: Ich, ich, ich, ich ich.

Mädchen 1: Ich bin die Älteste

Mädchen 2: Ich bin die Größte

Mädchen 3: Ich war am häufigsten im Kindergottesdienst.

Mädchen 4: Ich spiele am Besten.

Mädchen 5: Ich spreche am lautesten.

Spielleiter: Wißt ihr eigentlich, dass Maria bescheiden war und sich nicht vorgedrängt hat?

Mädchen (beschämt): Ja.

Mädchen 7 (kommt völlig außer Atem angelaufen): Kann ich noch mitspielen.

Junge 1: Nein, du siehst doch, wir sind schon genug.

Mädchen 7: Ich will ja auch nur eine ganz kleine Rolle.

Mädchen1: Aber erst sind wir dran.

Spielleiter (zu Mädchen 7): Warum kommst du denn erst jetzt?

Mädchen 7: Ich musste noch auf meinen kleinen Bruder aufpassen, und meine Mama ist noch arbeiten bis heut‘ abend.

Spielleiter: Und da hast du deinen kleinen Bruder alleine zu Hause gelassen?

Mädchen 7: Den hab' ich mitgebracht. Er schläft gerade. Und ich hab mir gedacht, wenn er schläft, dann kann er vielleicht doch auch das Jesuskind spielen. Er schläft wirklich sehr fest.

(Mädchen kichern)

Spielleiter: Na, dann musst du aber die Maria spielen.

Andere Mädchen leise maulend: och

(Mädchen 7 stellt sich in die Mitte)

Engel 1 (zu Mädchen 7): Sei gegrüßt du Begnadete! Der Herr ist mit dir. Fürchte dich nicht Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.

siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.

Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.

 

Spielleiter (zu den Jungen): Wer spielt den Josef? (Keiner meldet sich, dann zu Junge 2) Spielst Du ihn?

Junge 2: Nee, wenn jemand anderes die Maria spielt, dann schon. Aber mit der da (zeigt mit dem Finger auf Maria) nicht.

Engel 2 (zu Junge2): Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau zu dir zu nehmen; Sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Na¬men Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

Josef (maulend): Na gut (er geht zu Maria und nimmt sie in den Arm, beide gehen ab)

 

Spielleiter: Während wir noch die restlichen Rollen besetzen singt die Gemeinde (der Chor) ein Lied

 

Liedvorschlag: EG 18, Seht die gute Zeit ist nah ...

 

Szene 2: In Rom

 

Im Palast des Kaisers Augustus

Senator 1: Die Staatskasse ist leer.

Senator 2: Die  Paläste in der Hauptstadt, das Heer und dann  noch die neuen Gebiete in Germanien, da müssen wir die Provinzverwaltung neu aufbauen, Straßen müssen gebaut werden und der Osten wirft auf Jahre keinen Gewinn ab. Auf dem Balkan müssen wir einen Aufstand niederschlagen und am Euphrat müsste auch dringend  ein starkes Heer für Ordnung sorgen. Der römische Frieden kostet Geld, viel Geld.

Augustus: Dann machen wir halt Schulden.

Senator 1: Haben wir schon. Die Reichen liehen uns sehr viel.

Augustus: Sehr Lobenswert!

Senator 2: Die Hälfte der Steuereinahmen zahlen  wir bereits als Zinsen an die Reichen zurück.

Augustus: Was empfehlen die Senatoren?

Senator 1: Wir stellen die Zinszahlung ein.

Senator 2 (erschrocken): O nein göttlicher Kaiser, das würde die Wirtschaft ruinieren, und wir bekämen keinen Kredit mehr.

Senator 3: Wir erheben neue Steuern.

Augustus: Von wem?

Senator 1: Eine Vermögenssteuer von den Reichen, die haben viel.

Senator 2: Eine Kopfsteuer von dem Armen, von denen gibt es mehr.

Augustus: Neue Steuern sind nicht sehr beliebt. Es könnte Aufruhr geben.

Senator 3: Dann nennen wir es halt anders. Zum Beispiel ..

alle Senatoren: … Steuerreform!

 

Szene 3   In Nazareth

 

Sprecher: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Steuerschätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.

Josef: Maria, ich muss dich verlassen. Ich werde weit weg von dir gehen.

Maria: Wegen dem Kind?

Josef: Wegen dem Kaiser! Der Kaiser braucht Geld. Ich muss nach Bethlehem.

Maria: Wieso denn das?

Josef: Ich schätze eine Schätzung. Jedenfalls soll jeder in seine Geburtsstadt gehen, zum Erbe seiner Väter, so hat es der Bote des Kaisers gesagt.

Maria: Ich komme mit.

Josef (bestimmt): Du bleibst hier. Der Weg ist zu anstrengend für eine Frau. Das Kind wird bald geboren werden.

Maria (ergeben): Dann bleibe ich halt hier.

Maria:(schreit laut auf) Jesus, nein!

Josef: Was ist?

Maria:  Das Kind in meinem Bauch hat mich getreten. Es ist dagegen, dass ich hier bleibe. Das Kind will in Bethlehem geboren werden. Genau wie der große König David. Und genauso wird er über das Volk Israel herrschen und alle Völker werden ihm dienen und er wird Frieden bringen für die Welt.

Sprecher: Als jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt, da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem.

 

Szene 4    In Bethlehem

 

Maria: Oh Josef, ich kann nicht mehr weiter. Es ist alles hier so voll. Menschen wohin man schaut und nirgends ein Platz für uns.

Josef: Da ist noch ein Gasthaus, da müssen sie uns helfen, sonst sind wir verloren. (Josef klopft im Gasthaus an)

 

Stammtischrunde:

Gast 1: Na, auch ein Nachfahre Davids.

Josef: Ja, woher wisst ihr das?

(Gäste lachen, wirken leicht angetrunken)

Gast 2: Hat viele Frauen gehabt und viele Kinder, der alte König David. Jeder, der was auf sich hält, gibt sich hier als Nachfahre Davids aus.

Gast 1: Aus der Wurzel Jesse ist manch merkwürdiges Ros entsprungen.

Josef: Meine Frau bekommt jeden Augenblick ein Kind, bitte helfen sie uns.

Gast 2: Ja, ja, jeden Augenblick  -  nichts zu essen, nichts zu beißen, kein Dach überm Kopf, aber jeden Augenblick ein Kind. Von der Sorte haben wir schon genug hier.

Gast 1: Wenigsten ziehen auch noch genug Reiche hierher. Bethlehem ist noch eine gute Adresse, weil die Mütter irgendwann mal gehört haben, dass hier der Heiland geboren werden soll, der Christus, und natürlich soll ihr Kind der große König werden.

Gast 2 (zu Gast 1): Aber ich sag’s dir: Mein Josele, der bringst mal wirklich zu was.

 

Inzwischen sind einige Kinder erschienen

Kind 1:  (zu Maria) Bekommst du auch ein Christkind.

Kind 2: Das muss uns ganz viel schenken.

Kind 3: Ja, das Christkind kann nämlich alles.

Kind 4: Ich wünsch mir eine Puppe, die sprechen kann.

Kind 5: Und ich will ein Pferdchen.

Kind 6: Einen Kaufladen, will ich.

Wirtin: Schluss jetzt, ihr müsst in's Bett

Kinder (murrend): Oah.

Wirtin:(zu Maria und Josef) Nehmt es ihnen nicht übel, sind halt Kinder und die da (deutet auf die Gäste), das sind auch bloß arme Teufel, denen ihre Welt verloren gegangen ist. Darüber sind sie bitter geworden. … Ach ihr tut mir leid. Aber wir haben wirklich keinen Platz mehr frei.

Maria: Bitte!

Wirtin: Höchsten, in dem verfallenen Stall dahinten. Aber da würd ich keine Stunde bleiben.

         Hat keine Tür mehr und kein Fenster,
und außerdem hausen da Gespenster.

Maria und Josef gehen.

 

Maria: Schnell Josef, die Zeit ist gekommen

Josef: Dann bleibt nur der Stall.

         Maria und Josef gehen in den Stall, wo Maria ihr Kind bekommt, eventuell angedeutet durch das Anzünden einer Kerze

Sprecher: Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

 

Liedvorschlag: EG 30, Es ist ein Ros entsprungen

 

Szene 5   Bei Bethlehem

 

Sprecher: Und es waren Hirten  in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

 

Hirte 1: Wie ist die Nacht so bitter kalt.

Hirte 2: Hört, die Wölfe heulen tief im Wald.

Hirte 3: Mir ist so angst, mir ist so bange.

Hirte 4: Auf bessere Zeiten wart' ich schon so lange.

Hirte 5: Wir sind die Letzten auf der Welt,‌
haben auch weder Gut noch Geld.
Unser Los kümmert keinen Kaiser und keinen Gott,
drum leiden wir die höchste Not.
Man sperrt uns ein, man jagt uns weg,
ein Hirte ist der letzte Dreck.

(Licht halb an, leise Bläsermusik „Go tell it on the mountain“)

Hirte 1: Seht ihr die Schäfchen dort am Himmel?

Hirte 2: Was für ein himmlisches Getümmel.

Hirte 3: Die Schafe spielen ja Posaune.

Hirte 4: Ich glaub' du bist nicht ganz bei Laune,
es ist ein Gewitter, Donner, Blitz.

Hirte 5: Das ist doch wohl ein schlechter Witz
So laut, so hell, fast wie die Sonne
Das sind Engelscharen - welche Wonne.

Hirte 3: Wonne sagst Du? Mann, bist du ahnungslos.
Mir rutscht das Herz jetzt in die Hos'.
Hast du das denn nie vernommen:
Wenn die Engel von dem Himmel kommen,
dann ist es mit der Welt zu Ende.

Hirte 4: Ich lernte: Es ist Zeitenwende.

Hirte 5: Schlagen die uns jetzt alle tot,
kommt jetzt das große Strafgericht?

Engel: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird: denn euch ist heute der Heiland gebo¬ren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

 

Engelschor: “ Ehre sei Gott in der Höhe...“, tanzende Engel oder beschwingte Musik

 

Hirte 1:Eben wird mir's warm ums Herz.

Hirte 2: Die Wölfe heulen nur zum Scherz.

Hirte 3: Und ich werd plötzlich froh und heiter.

Hirte 4: Mit einer neuen Zeit geht es jetzt weiter.

Hirte 5: Ich bin der erste, der es hört.
Oh Männer, ich bin ganz verstört.
Kommt, lasst uns gehn!
kommt, lasst uns sehn!

Hirte 6 (verschmitz zum Publikum): Oh Mann, was war der Engel schön.

 

Szene 6    In Babylon

 

Balthasar (am Redenerpult, zum Publikum): Guten Abend, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich begrüße sie hier im Hörsaal des Fachbereichs Astronomie der Universität Babylon. Es freut mich, dass sie so zahlreich gekommen sind, um meinen Vortrag über die astrologische Interdepenz galaktischer Sternkonstellationen zu hören. Wegen der Schwierigkeit der Materie bitte ich sie um Ruhe und Konzentration.
Eine kleine Anmerkung zu ihnen, verehrte Studentinnen (fixiert einzelne junge Mütter im Publikum): Lassen sie in Zukunft doch bitte ihre Kinder zu Hause. Die machen hier zuviel Lärm. Wir betreiben schließlich ernsthafte Forschung.

Kaspar (kommt angerannt): Herr Balthasar, Herr Balthasar, ein neuer Stern, ein neuer Stern, eine Supernova! Kommen sie schnell in die Sternwarte.

Balthasar (erschrocken): Meine Damen, meine Herren, ich muss sie jetzt verlassen,
neue Sterne tun sehr schnell verblassen.
Wo Licht scheint, ist bald wieder Nacht,

         und Unglück hat's meist nur gebracht.

(beide rennen in die Sternwarte, dort steht schon Melchior)

Melchior: Er steht im Sternbild der Plejaden.

Balthasar (blickt durch das Fernrohr): Er ist so fern und doch so nah.

Kaspar: Bei Marduk, holt die Himmelslisten!

Melchior: Wenn wir nur mehr über die Plejaden wüssten.

Balthasar: Ich hab noch ein Buch mit den Göttern aller Völker, da hab ich neulich was gelesen.
Heilige Ischtar, was ist das bloß gewesen?

Kaspar (hat das Buch gefunden und liest darin): Hier ist's. Ein Gott der Juden, würd' ich meinen.

Melchior: Das macht die Sache leicht, die haben doch bloß einen.

Balthasar (liest inzwischen auch im Buch): Der größte König ist erschienen.

         Wir müssen gleich hin, ihm zu dienen.

         Nehmt Weihrauch, Myrrhe, Gold mit auf die Reise

Kaspar: Und außerdem genügend Speise.

 

Sprecher: So zogen sie nach Jerusalem und fragten dort: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen ihn anzubeten. Da rief der König Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre und schickte sie nach Bethlehem.

 

Szene 7   An der Krippe

 

Wirt (sieht die Weisen kommen): Frau, mach’ schnell drei Betten frei. Da kommen Leute, die haben Geld. (zu den Weisen) Kommen sie nur herein, meine Herren. Hier hat schon König David übernachtet.

Melchior (zu Balthasar): König David, das war einer von den Großen.
Der hat die Länder hier erobert von Syrien bis nach Gosen.
Längst nicht so mächtig, wie wir Babylonier waren,
doch bildet man sich mächtig viel hier auf ihn ein.

Balthasar (zum Wirt): Wir suchen einen viel größeren König als es euer David war.

Wirt: Dann müsst ihr wohl nach Rom, zu Augustus dem Cäsar.

Gast 1: Da könnt ihr dem auch gleich mal sagen,

         er soll demnächst mal Steuern sparen.

          Ein Elend ist das, was der macht.

Gast 2 (zu Gast 1): Der baut Paläste, und die schwangere Frau heute, die musste ihr Kind in der Hütte  gebären, wo nicht nur Ochs' und Esel stehen.
Ich hab' da auch schon Ratten gesehen.

Kaspar: Wir sind sicher, er muss hier in Bethlehem geboren sein. Wir haben seinen. Stern gesehen.

Gast 1: Den Stern, den sah ich über dieser Hütte.

         Doch glaubt mir's keiner.

         Die sagen bloß,
ich hätt’ zuviel getrunken, Prost! (hebt dabei Flasche oder Becher)

Melchior: Lasst uns mal schauen, vielleicht ist doch was dran.

         (sie gehen weiter)

Balthasar: Da seht, der Stern ist tief herabgesungen,
und ich hab wirklich nichts getrunken.

         (sie gehen zum Stall)

Maria (sieht die Weisen kommen): Ach kommt nur herein ihr Herren,
ich weiß, ihr wollt das Kind verehren.
Gott ist heute zur Welt gekommen,
und wo er Wohnung hat genommen,
da wird die Hütte zum Palast
ein Strohsack ist königlicher Damast.
Arme, Reiche, Fromme, Heiden, Alte, Junge,
alle Menschen auf der Welt, schaut euch doch an,
was Gott an mir, an uns getan.

         

(Die Weisen gehen in den Stall, beten das Kind an und reichen den Hirten die Hände)

 

Josef: Die alte Welt ist jetzt zu Ende,
ja, jetzt ist wirklich Zeitenwende,
die Engel haben triumphiert,
ein guter Stern hat euch geführt,
und alle bringt euch Gott zusammen.
Mit Frieden wird die Welt regiert,
Hirten und Könige reichen sich über Kreuz die Hände.
Die Gespenster, hier in dem alten Haus,
die rissen vor dem Kinde aus.
Ochs und Esel sagen: Muh und Ia
und auch die Ratte war schon da,
hat zu dem Sohne gratuliert  
und ist froh pfeifend wegspaziert.
Die Welt, die wird zum Himmelreich!

Kaspar: Doch fürchte ich, noch nicht sogleich.
Einen schlimmen Traum hab ich gehabt:
Herodes hat das Kind gejagt,
Ihr müsst fort, in fernes Land, ins Asyl,
doch im Asyl sind viel zu viel,
so höre ich die Leute sagen.
Das Kind wird spüren wie es ist,
wenn man auf dieser Welt ein Fremder ist.
Ihr Mädchen, die ihr wünscht, dass ihr Maria seid,
bedenkt auch ihre Last, den Schmerz und all das Leid.

Melchior: Doch machten wir, drei königliche Weise,
gewiss nicht umsonst die lange Reise.
Wir ziehen nach Hause, voller Glück,
geschehen ist das erste Stück,
noch braucht die Botschaft Raum und Zeit.
Ihr Menschen macht euer Herz bereit.
Das Christkind kommt mit Freud und Wonnen.
Sein Weg, der hat jetzt erst begonnen.

Ende

 

Variante 2

 

Orgelvorspiel

Begrüßung/Predigt

Liedvorschlag : Tochter Zion EG 13, 1-3

 

Szene 1:  Jo und Miri

 

Miri: Hallo, ich bin Miri und ich liebe Jo, ich habe ihn schon immer geliebt. Auch damals schon als er noch mit Leonie zusammen war …. Dass sie mit Jo Schluß gemacht fand ich super – und unbegreiflich. Mensch jemanden wie Jo  schickt man doch nicht weg. Er ist liebevoll, sieht gut aus und hat so eine innere Stärke. Klar, manchmal ist er vergesslich, aber ich habe das Gefühl: mit ihm könnte ich Pferde stehlen oder …. irgendwann mal Kinder kriegen.  Irgendwann mal, ja – aber da gibt es ein Problem.

Jo: Ich bin Jo und ich bin 18 – gerade geworden! Wisst ihr was das bedeutet? Führerschein, abends weg, alles allein entscheiden, endlich in die Welt der Erwachsenen aufgenommen sein. Klar: Schule gibt’s auch noch: In einem Jahr habe ich mein Abitur. Und dann: Die Welt steht mir offen – oder besser  noch: uns: also Miri und mir. Mann Miri, die ist echt klasse. Aber da ist sie ja schon.  Hallo Miri

Miri : Hallo Jo.

Jo: Kommst du mit zum Krippenspiel. Du weißt doch, ich mach da seit drei Jahren die Technik. Gutes Licht und guter Ton für die heilige Familie.

Miri. Weiß noch nicht.

Jo. Michelle  ist auch da. Die hat vielleicht Nerven. Betreut die Kinder im Engelschor. Alle im weißen Kleid und Flügel. Quengelnd, quietschend, herumflattern. Dass die sich das  antut. Also ich find das superanstrengend. Mein kleiner nerviger Bruder reicht mir völlig. Später, wenn ich mit dem Studium fertig bin vielleicht mal ein Kind mit dir, aber vorher schauen wir uns erst mal die Welt an. …
Hab ich dir eigentlich schon erzählt, dass ich heute die Zusage gekriegt hab für mein Auslandsjahr.  Ab Juli 2010, 11 Monate Südafrika, (pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft.)  

 

Miri schweigt nachdenklich:

 

Jo: Was ist? freust du dich nicht mit mir? Ich komme doch wieder. Und außerdem, nächstes Jahr bist du 18. Dann  können wir die Weihnachtsferien gemeinsam am Kap der guten Hoffnung verbringen - oder hier (hält den Brief hoch und liest): Lutheran Church Bethlehem. Bethlehem südlich von Johannesburg. Mein Einsatzort.

Miri: Ich weiß nicht.

Jo:  Was ist mit dir.

Miri. Ach nichts, erzähl ich dir später.

Jo: Komm rück schon raus.

Miri: Ach Jo, weißt du, es ist nur ein klitzekleines Problem, ich bin ……

(Handy klingelt, Jo geht dran.) Ja, ich komm ja schon.  (zu Miri)   Julia Kaiser, Mann  die stresst vielleicht.  Haben ein Problem mit der Sicherung. Ohne Jo kein Licht. Ich muss los.

Miri: Ich bin ….

Jo: komm einfach nach, ich halt dir einen Platz am Mischpult frei.  (Jo geht schnell ab …)

Miri (zum Publikum): Ich bin … schwanger, 7. Woche,  seit Halloween /Reformation.


Beide ab. Jo läuft zur Empore. Zum Lichtmischpult. Licht an.  Es beginnt ein klassisches Krippenspiel:

 

Szene 2, 3, 4, 5, wie bei Variante 1

 

Szene 6: Ratgeber gefragt

 

Licht aus. Szene mit Jo und Miri

Jo: (zu Miri): Das ist jetzt nicht dein Ernst.  Mir ist total schwindlig.

Mensch Miri. Alles war klar. Schule beenden, FSJ in Südafrika, Studium, Geld verdienen. Und jetzt.

Miri: Weiß noch nicht. Hab mir mal Rat im Internet geholt: www.schwanger-unter-20.de.

 

(die folgenden beiden Texte können als Projektion dargestellt werden. Sie werden langsam von 2 Mitspielerinnen am Laptop verlesen, evtl. von der Internetseite www.schwanger-unter-20.de.)

Mirjam schrieb:

 Mit vierzehn Jahren bin ich schwanger geworden, ungewollt natürlich. Ich war in der sechsten Woche, als mein Arzt es mir bestätigt hat. Ich musste dann allein entscheiden, was geschehen sollte. Mein Freund stand nicht hinter mir, wollte das Kind nicht. Meine Eltern waren zwar zuerst geschockt, aber sie haben mich zu nichts gedrängt. Sie haben mir auch versprochen, mir zu helfen, wenn ich das Kind behalten wollte. Aber ich habe mich dann doch für den Abbruch entschieden. Ich wollte doch auf jeden Fall die Schule zuende machen, und mit einem Kind konnte ich mir das nicht vorstellen. Ich hatte Angst, dass ich nicht stark genug sein würde, um das alles unter einen Hut zu bringen.

Manchmal frage ich mich, ob ich es vielleicht doch hätte schaffen können. Aber es zerreißt einen zu sehr, wenn man sich zu oft vorstellt, wie das Leben aussehen würde, wenn man sich in bestimmten Momenten anders entschieden hätte.

Jetzt bin ich bald fertig mit der Schule will ich erst mal eine Reise machen. Alles in allem bin ich mir sicher, dass es richtig war, das Kind nicht zu bekommen. Ich wäre wohl nicht da, wo ich heute stehe.

 

Jule  schrieb:

Ich bin mit 15 schwanger und mit 16 Mama geworden...

Unterstützung hatte ich nicht wirklich, der leibliche Vater hat sich abgeseilt, und weiterhin sein Leben genossen, viele Freunde wollten von mir nichts mehr wissen...

 Trotz allem habe ich meinen Realschulabschluss gemacht, später eine Ausbildung zur Sozialassistentin und gerade befinde ich mich in einer zur Ergotherapeutin.

Meine Tochter ist jetzt 4 Jahre alt, ich habe einen ganz tollen Freund, der für sie ihr Papa ist, und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es war, als ich unsere Kleine noch nicht hatte...

 Vieles war nicht leicht, und ganz ehrlich: manchmal fehlt mir auch die Zeit, die die Anderen hatten und die mir verloren gegangen ist. Aber ich sage mir immer, ich hole das alles nach, wenn meine Tochter groß ist und die anderen in meinem Alter mit Kinderkriegen anfangen...

Ohne meinen Freund hätte ich es wohl nicht geschafft, deshalb auch noch mal ein danke an dich...ich liebe euch zwei ganz doll.

 

Stimme von oben: Jo, wir brauchen Licht. Die Szene mit den Weisen kommt noch.

 

Liedvorschlag:  Es ist ein Ros 30, 3

 

Sprecher:  Da waren weise und kluge Männer, die lebten im fernen Land und schauten durch Zeiten und Räume

Balthasar: Durch Zeiten und Räume spüre ich euch - trautes hochheiliges Paar. Und dass ihr es euch nicht leicht macht mit eurer  Entscheidung, das merke ich. Deshalb gehört euch meine ganze Sympathie. Als Weiser kenne ich  das Leben mit Kindern. Ich will euch einen Rat geben:  Kinder sind super anstrengend und – das Leben mit Kindern ist unglaublich schön. Außerdem: es gibt nie den richtigen Zeitpunkt ein Kind zu kriegen. Kinder stellen das Leben ihrer Eltern immer auf den Kopf. Aber  ich finde: Mit Kindern zu leben, das ist als ob man einen Stern gefunden hat, von dem man vorher gar nicht wusste, dass er da war. (Stern an)

Kaspar: Ich wünsche euch die Weisheit, den Stern zu sehen, den Mut, euer Kind zu kriegen. Fürchtet euch nicht. Es werden Hirten da sein und Engel und große Freude. Auch wir machen uns auf den Weg, das Kindlein anzusehen.

Melchior: der neue Stern. Er ist so fern, und doch so nah

Balthasar: So lasst uns gehen und beten.

Kapar: (betet Psalm 139) Gott, du hast mich erforscht und kennst mich. Du weißt ob ich sitze oder liege. Du verstehst meine Gedanken von ferne. Mit all meinen Wegen bist du vertraut.

Melchior: Du bist es, der meinen Körper gebildet hat, hast mich gewebt im Leib meiner Mutter. Ich danke dir, dass ich auf erstaunliche Weise wunderbar geschaffen bin. Erforsche mich Gott, erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne mein Grübeln. Leite mich auf dem Weg zum Leben.

 

Szene 7 wie Variante 1:

 

Schluss:

Miri: Was immer auch wird  im nächsten Jahr.

Jo: Wir gehen zusammen -  ist doch klar.

Miri: Dann auf nach Bethlehem.

 

 

Zur Aufführung

 

Das Spiel wurde bisher viermal in der Kirche von Maintal-Wachenbuchen aufgeführt. Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten wurde dabei der ganze Chorraum der Kirche (5 m x 8 m)  als Spielfläche benutzt. Die Szene in Rom, sowie in Babylon spielt auf erhöhter Fläche rechts, die Hirten spielen auf erhöhter Fläche links. Die Sternwarte war auf der Empore eingerichtet. Das Gasthaus wurde in der Mitte der Spielfläche mit einem Tisch und einem Schild „Gasthaus zur Stadt Bethlehem“ angedeutet. Der Stall befand sich dahinter in  erhöhter Position.

Die Kirche blieb während des Stückes dunkel, nur die Szenen wurden entsprechen ausgeleuchtet. Die Liedtexte wurden an die Wand projiziert. Ebenso Titel, Szenenüberschriften und Mitwirkende.

Die im Stück vorkommende Musik der Engel wurde von CD („Go tell it on the mountain“ in einer Jazzversion) eingespielt. Dazu tanzten die „kleinen Engel“.

 

Das Umkleiden der Kinder (oder Jugendlichen) sollte erst nach der 1. Szene erfolgen. Nur die zwei Engel der Eingangsszene stehen schon in ihrem Gewand bereit. Bei entsprechender Rollenbesetzung und knapper Umkleidezeit können aber auch die Mitwirkenden der Szene 2 schon fertig angekleidet sein. Sie können dann jedoch in Szene 1 nicht mitwirken.

Für Kinder, die aufgrund der  Aufforderung zum Mitspielen in Szene 1 spontan nach vorne kommen, sollten ein paar „Engelsgewänder“ in Reserve liegen (evtl. großes weißes Hemd). Sie können an dem Abend noch in den Engelschor mit eingebaut werden. Dazu sollte ein Engel bereitstehen, der sie an der Hand nimmt.

 

Anmerkung:

In Variante 2 sind Texte mit verarbeitet aus: Hans-Unrich Kessler und Burkhardt Nolte: Mehr Himmel auf Erden, Holk – in den Stiefeln eines Engels. Ein Geschenkbuch zur Konfirmation. Gütersloh 2009.

Predigt zu Beginn  des  Stückes

 

Liebe Festgemeinde,

Frohe, fröhliche und gesegnete Weihnachten, das will ich euch und ihnen alle wünschen.

Vorher muss ich aber noch was bekennen. 

Ich habe manchmal gezweifelt. Können wir überhaupt spielen? Auch das gab es bei den Proben: Nichts ging zusammen, nichts funktionierte, kein Text und keine Technik.  Bleibt nur noch der Abbruch? Da war sie, die dunkle Möglichkeit, die im Weihnachtslied auch anklingt: „Welt ging verloren“. Endet es mit: „Welt bleibt verloren?“

Ich mache euch da überhaupt nichts zum Vorwurf, liebe jugendliche Mitspieler. Ihr seid Kinder dieser Zeit, ein Spiegelbild von dem, was in dieser Zeit in unserer Gesellschaft geschieht.

Genau deswegen arbeite ich gerne mit Konfirmanden. Denn da ist ja wirklich alles Volk vertreten. Das ist zwar manchmal superanstrengend, mit so einem Haufen, aber eigentlich auch wunderschön, spannend, abwechslungsreich, mit immer neuen Fällen. Doch soviel gezweifelt wie diesmal habe ich selten. Das Klima drohte kaputt zu gehen.  Bricht jetzt alles überhitzt auseinander, und wir brauchen zu dem heiligen Spiel gar nicht erst anzutreten? Eine sehr ernste Konferenz war nötig. Niemand wusste ob sie Erfolg hat.

Was mich in meinem Zweifel dann überzeugt hat: Da haben einige von euch angefangen, Verantwortung zu übernehmen für das Ganze, und die anderen haben dann mitgezogen, ihre Zeit geopfert und wir haben es noch einmal probiert. Heute bin ich zuversichtlich: am Ende steht große Freude.

„Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird“, spricht der Weihnachtsengel. Freude allem  Volk: Gläubigen und Zweiflern, Hirten und Weisen, der Stammtischrunde beim Wirt und dem heiligen Paar Maria und Josef damals und Miri und Jo heute. Ihnen und  euch allen gilt die Botschaft. „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird“.

Und  dann habe ich  noch vier Tips des Weihnachtsengels wie es zu dieser großen Freude kommt. Ich will das hier allem Volk weitergeben.

1. Häufig leben wir  unser Leben zu schnell und zu undeutlich. Wir vernuscheln es. Es kommt dann nichts rüber  von  der Botschaft, die Gott in jeden von uns hineingelegt hat. Dann haben wir uns am Ende soviel Mühe gemacht, soviel Text gelernt, und es bleibt doch nur: Nichts ist hängengeblieben, nichts ist verstanden worden, nichts ist klar. Hektik, Stress, Verwirrung, Umhergetriebensein sind das Ergebnis.

Die Weihnachtsbotschaft ist: Lebt langsamer! Achtet aufeinander! Sprecht klar und deutlich, auch wenn ihr jetzt aufgeregt seit und euch fürchtet. Ihr habt Zeit. Der Himmel schenkt euch soviel Zeit, alle Zeit der Erde. Genießt diese Zeit.

2.  Jeder von euch spielt hier eine Rolle. Jede Rolle ist wichtig! Auch die kleine Rolle von dem Kind, das noch in Windeln ist.  Spielt eure Rollen aus. Keiner spielt für sich alleine.  Wer unter euch der Größte sein will, der Superstar, der sei ein Diener von allen. Er schweige, wenn die anderen dran sind.

3. Wenn einer fehlt, dann fehlt dem ganzen Stück etwas. Deshalb macht Gott sich auf die Suche nach dem Fehlenden, so wie wir uns auf die Suche gemacht haben nach dem fehlenden Hirten. Gerade jene, die sonst draußen sind, gehören dazu. (Schön, dass heute alle da sind.)

4. Verlasst dich nicht auf die Technik. Sie ist ein gutes Hilfsmittel, aber wenn sie ausfällt muss es auch so gehen. Verlass dich auf Gott und seine himmlischen Heerscharen! Verlass dich auf die Kraft der Gemeinschaft und die Kraft, die in dir steckt! Dazu bitte euch besonders, liebe Gemeinde, um ruhiges Zuhören, um lauten Gesang, und - wenn sie Wohlgefallen hatten - nach dem Stück auch um den entsprechenden Applaus – aber alles zu seiner Zeit. 



© Helmut G. Müller  

Die Rechte zur Aufführung des Stückes oder Verwendung von Teilen davon werden erworben  durch eine Rückmeldung mit Angabe des Spielortes. 

1 Kommentar


karin petzold
2015-11-12 14:08:05
Sehr geehrter Herr Müller
vielen Dank dass sie den Krippenspieltext zur Verfügung stellen- wir werden es in Fischingen aufführen, einer kleinen Gemeinde in Südbaden.
Ich wünsche Ihnen eine frohe Adventszeit.
schöne Grüße Karin Petzold
 
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