Gott wird Mensch 2016 - buchen-kirche.eu

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Gott wird Mensch 2016

Krippenspiel

Word-Dokument mit Rollen- und Probenplan

ppt-Präsentation 2MB

alte Version von 2008

Gott wird Mensch

Wachenbuchener Krippenspiel 2016 neu getextet und gereimt

von Pfr. Helmut G. Müller

Version 2.11

Dieses Krippenspiel basiert auf dem gleichnamigen Stück von 2008. Es wird bis zur Aufführung am 24.12.2016 noch fortlaufende überarbeitet.


Zum Spiel: Kinder sind teuer, klagen die Eltern. Gott sehnt sich danach, ein Kind zu sein und sendet den Engel Gabriel zu Maria. Er ermutigt Josef, mit Maria zu gehen. Wut-Hirten werden zu Engeln. Drei Weise entdecken das Geheimnis des Lebens und die Elite der Welt reicht den rauen Hirten die Hand.

Beliebig viele Mitspieler. Bei Doppelbesetzung der Rollen werden mindestens 11 Mitspieler gebraucht. Das Stück ist in verschiedenen Varianten spielbar. Als reines Hirtenspiel (Szenen 2 - 4) mit 11 Mitspielern (bei Doppelbesetzung der Rollen mindestens 9), bis hin zum großen Spiel mit über 30 Mitspielern und einem Engelschor dazu.

Rollen

1. Erzähler

kann auch gelesen werden

2. Chorführer

Lesetext

3. Sprecher

Lesetext, kann auch vom Erzähler übernommen werden

4. Engel Gabriel

kleine Rolle, kann auch vom Engel Michael übernommen werden

5. Maria


6. Bote des Kaisers

kleine Rolle

7. Josef


8. Wirtin 1

kleine Rolle

9. Wirtin 2

Kleine Rolle

10- Wirtin 3

Kleine Rolle

11. Hirte Micha -el


12. Hirte Gabri - el


13 Hirte Luzi - fer


14. Hirte Raffa - el


15 Hirte Uri - el


16 Engel Michael

kann auch vom Engel Gabriel übernommen werden

17. Kaspar


18. Balthasar


19. Melchior


erweiterbar um kleine Hirten, Soldaten

einen Esel und Kamele

Engelschor


 

Begrüßung
 
Herzlich willkommen, hier zu dem heil‘gen Spiele.
Ich seh‘ es gleich, wir sind sehr Viele.
Drum habe ich noch eine Bitte:
Rücken sie zusammen, nehmen sie jemand in die Mitte.
So geschieht, was damals auch geschah:
Bisweilen kommt uns Gott sehr nah.
Für den alleräußersten Fall,
haben wir auch noch einen Platz im Stall.
Zu danken haben wir so Vielen,
die helfen dieses Stück zu spielen.
Gott im Himmel und seine Engel hier auf Erden,
sorgten für’s Gelingen und für’s Werden.
Das Handy schaltet bitte aus, damit es niemand störe.
Singt kräftig wie die Engelschöre.
Für die Kinder macht jetzt Platz,
denn ein Kind, das ist der größte Schatz.
Nun hoffe ich noch, alles Volk ist da,
denn seht, die gute Zeit ist nah.


Lied. EG 18: Seht die gute Zeit ist nah


1. Szene: Kinder sind teuer (Erzählung mit Chor)
 

(Vorne Bänke reservieren für Kinder, dann alle Kinder vor holen, der Chorführer spricht im Folgenden den Text einmal vor, anschließend wird er von der ganzen anwesenden Gemeinde nachgesprochen. Das Ganze evtl. einmal einüben.)

Erzähler: Kinder sind teuer in dieser Welt.
Sie kosten einfach zu viel Geld.

Chorführer: 10 € für zwei kleine Höschen

Alle 10 € für zwei kleine Höschen

Chorführer: 20 für Creme und Puderdösschen

Alle: 20 für Creme und Puderdösschen

Chorführer: 30 für Wickelauflage und ne Flasche

Alle: 30 für Wickelauflage und ne Flasche

Chorführer: 40 für Windeln und `ne Tasche

Alle: 40 für Windeln und `ne Tasche

Chorführer: 50 für einen Rucksack um das Kind zu tragen

Alle: 50 für einen Rucksack um das Kind zu tragen

Chorführer: 60 für ’nen gebrauchten Kinderwagen

Alle: 60 für ’nen gebrauchten Kinderwagen

Chorführer: 70 für die neuen Tapeten

Alle: 70 für die neuen Tapeten

Chorführer: Für Kleider und Schuhe, 80 Kröten

Alle: Für Kleider und Schuhe, 80 Kröten

Chorführer: Für 90 ein kleines Bett

Alle: Für 90 ein kleines Bett

 Chorführer: 100 für Kissen und Decken im Doppelset

Alle: 100 für Kissen und Decken im Doppelset

Chorführer: Zu all dem noch die Mehrwertsteuer

Alle: Zu all dem noch die Mehrwertsteuer

Chorführer: Ach, was sind Kinder heut so teuer

Alle: Ach, was sind Kinder heut so teuer

Erzähler: Den Schlaf, den rauben sie dazu.
Vor Sorgen findest du keine Ruh.

In mancher Nacht musst du jetzt wachen,
und vieles kannst du nicht mehr machen.
Die Karriere kriegt einen Knick.
Dir fehlt der Sport, und du wirst dick.
Kannst Weihnachten nicht mehr in den Urlaub fliegen.
Sitz hier im Krippenspiel und schaust zu beim Kinderkriegen.
Kinder hindern dich am leichten Leben,
im Beruf, bei dem Nach-oben-Streben.
So ist es, ja das ist die Summe:
Wer Kinder hat, der ist der Dumme.
 

Chorführer: Mit einem Kind bist du ja noch gut dabei

Alle: Mit einem Kind bist du ja noch gut dabei

Chorführer: Mit Zweien noch ein bisschen frei

Alle: Mit Zweien noch ein bisschen frei

Chorführer: Mit Dreien, ja da wird’s schon viel

Alle: Mit Dreien, ja da wird’s schon viel

Chorführer: Bei Vieren bist du überm Ziel

Alle: Bei Vieren bist du überm Ziel

Chorführer: Bei Fünfen nicht mehr ganz normal

Alle: Bei Fünfen nicht mehr ganz normal

Chorführer: Bei Sechs giltst du als asozial

Alle: Bei Sechs giltst du als asozial 

Erzähler: Doch vielleicht denkt, wer so denkt, völlig verkehrt.
Die falschen Götter er verehrt.
Er will so sein wie Gott
und hat dabei doch vergessen:
Gott kommt herab in unsere Not,

um einmal Fleisch und Blut zu sein
und Hand und Fuß und Kopf und Bein,
mit uns zu leben und zu leiden,
den ganz Frommen und den Heiden,
zu den Sternen hoch zu schauen,
sich zwölf Freunden anvertrauen
und auch den Feinden, damit ihr alle wisst,
wie schön doch diese Erde ist.
So, heute, ihr Leute, in dieser Nacht,
seht wie ein Mädchen hat zur Welt gebracht:

Chorführer: Ein Kind!

Alle: Ein Kind!

Chorführer: im Stall bei einem Rind.

Alle: im Stall bei einem Rind.

Erzähler: Sie hatte nichts, kein Geld, kein Glück,
und doch ist es ein himmlisches Stück.


2. Szene: Es wurde der Engel Gabriel gesandt


(Musik: Ave Maria)
 

Engel Gabriel: Ave Maria, sei gegrüßt, es sei mit dir der Herr.

Maria: Ich habe Angst. Wer bist du, sag mir wer?
Und was ist das für ein Gruß?
Gibst du mir jetzt einen Kuss?

Gabriel: Fürchte dich nicht! Bist du auch an keinen Mann gebunden,
so hast du doch Gnade bei Gott gefunden.
Trotz aller Not, dein Kind wird leben.
Du sollst ihm den Namen „Gott hilft“ geben.

Maria: Wie soll das gehen?
Was wird geschehen?

Gabriel: Etwas Heiliges wird durch dich geboren.
 Zum Heiland der Welt auserkoren.

Maria: So sei es drum. Ich bin Gottes Magd.
Mir geschehe so wie du gesagt.

 
Magnificat: (evtl. gesungen) EG 600

 

3. Szene: Es begab sich aber zu der Zeit


Sprecher: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt in Steuerlisten eingetragen werden sollte. Und diese Steuerschätzung war die allererste und geschah zu der Zeit als Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
 
Auf dem Dorfplatz von Nazareth

Bote des Kaiser: (evtl. mit Fanfare und zwei Soldaten als Begleiter) Der Kaiser befiehlt: Ein jeder gehe in seine Stadt,
auch wenn er lahme Beine hat!
Geht dorthin, wo ihr seid geboren,
sonst haut der Kaiser euch auf die Ohren!
Jetzt macht dem Kaiser keinen Kummer
und jeder werde eine Nummer.

Maria (protestiert): Der Kaiser ist doch eine Qual.
 Ich bin keine Nummer und keine Zahl
(Auftritt Josef)

Josef (zu Maria): Schlimm ist des Kaisers Gier,
doch sag, w
as willst du denn hier?

Maria (zu Josef): Ich will dich! Ich will bei dir stehen.
Wo du hingehst, dahin will ich mit dir gehen.

Josef: Na das werden wir noch sehen.
Du bekommst doch wohl ein Kind
und woher, das weiß der Wind.

Maria: Das Kind hat einen himmlischen Vater,
doch auch auf Erden braucht’s einen Berater

Josef: Warum denn gerade ich?
Ich bin doch viel zu alt für dich.
Such dir einen anderen Mann.

Maria: Du gehörst zu mir, ich glaube dran.

Josef: Aber ich muss nach Bethlehem, und das ist ziemlich weit.
Ich bin arm, und die Reise dorthin braucht sehr viel Zeit

Maria: Ich gehe mit dir, bis ans Ende der Welt
zur Not auch ohne Gold und ohne Geld.
In der Königsstadt werden wir verpaart.

Josef (zum Publikum): Mir bleibt aber auch nichts erspart:
Erst der Kaiser mit einer neuen Steuer,
dann eine Frau, die ist mir nicht geheuer,
und demnächst vielleicht auch noch ein Kind.
Oh, ich bin völlig durch den Wind.
Doch andererseits: so eine Frau die hält auch fit.
 (zu Maria): Na gut, dann komm halt mit.
Zudem hast du ein schönes Gesicht.
Doch ob ich dich heirate, weiß ich noch nicht.

 Engel Gabriel: Josef, du Sohn Davids, du sollst dich nicht schämen,
Maria als deine Frau zu dir zu nehmen.
Denn was sie empfangen hat ist von Gott.
Sein Geist rettet aus aller Not.
Aus himmlischen Sphären
wird sie einen Sohn gebären,
der soll mit Namen Jesus heißen.
Er wird sein Volk aus dem Elend reißen.

Sprecher: Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte.…
 

(Maria und Josef gehen miteinander, evtl. noch ein Esel, sie sprechen viel miteinander)

Maria: Es war ein langer Weg, und was mich quält
das habe ich dir nun alles erzählt.

Josef: (zu Maria): Ja Maria, es ist gut, jetzt bin ich schlau.
Ich weiß, ich will dich als meine Frau.

Maria: (lächelnd) Dann auf zur Geburt und zur Hochzeitsnacht,
in Bethlehem wird unser Kind zur Welt gebracht.


(Sie gehen zum Gasthaus „Stadt Bethlehem“)

Josef (zu Wirtin1): Guten Abend, liebe Frau, wir hätten gern ein schönes Zimmer.

Wirtin1: So zerlumpt? Na geht’s noch schlimmer?
Ihr könnt nichts bezahlen, ihr seid wohl toll.
Ihr seht doch: hier ist alles voll.
Kein Platz für euch, ihr seid zu spät.
Auf, weg mit euch, geht, geht, geht!
(Sie ziehen weiter zu Wirtin 2. Maria klopft am Gasthaus an)

Maria (zu Wirtin2): Guten Abend, können wir bei Ihnen noch ein Zimmer haben?
Ich bin in Wehen. Ich erwarte einen Knaben.

Wirtin 2: Da habt ihr bei mir aber nichts verloren.
In meinem Haus wird nichts geboren!
Auch noch ein Junge - die machen doch nur Krawall.
Verschwindet, sucht euch einen Stall!

(Sie gehen weiter)

Josef (zu Wirtin3): Guten Abend, liebe Frau, wir klopfen freundlich an.
Ich weiß, wir sind sehr spät schon dran.
Meine Frau erwartet einen Sohn.
Gott segne euch, das sei der Lohn.

Wirtin3: Ach, ihr tut mir wirklich leid.
Ich sehe schon, bald ist’s soweit
Gottes Segen ist gewiss ein großer Schatz
doch leider hab‘ ich keinen Platz
Höchsten der Stall mit Esel und Rind
als Geburtsort für euer kleines Kind.
Nehmt die Futterkrippe halt als Wiege
und Heu und Stroh als eure Liege.
Mehr habe ich heute leider nicht.
Kommt, ich geh' mit euch, ich mach euch Licht.

(Die Wirtin geht mit einer Laterne voran. Sie gehen zu dritt zum Stall, Geburtsszene, Gemeindelied)

 

 4. Szene: Hirten werden zu Engeln


Sprecher: Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 

Micha: Ich Micha, leide hier die größte Not
und wäre doch so gern wie Gott.
Das Feuer muss ich hier bewachen,
ansonsten habe ich nichts zu lachen.
Ich sag’s euch, lasst mich nur in Ruh,
sonst hau ich mit dem Schwert hier zu (er hält sein Schwert hoch).

Luzi: Ja bravo, schlag nur drauf, mein Lieber,
brenn allen Menschen nur eins über.
Die Welt, die soll der Teufel holen!
Mein Haus, meine Frau, mein Vieh, das alles wurde mir gestohlen.
Ich bin voll Hass und Wut und kann nicht ruh'n,
will allen nur noch Böses tun.

Gabri: Ich, der Gabri, frier in diesem Winter,
sitz jetzt hier ohne Frau und ohne Kinder.
Meine Familie ist zerbrochen,
und ich brech‘ dem Kerl auch gleich alle Knochen.
Der ist mit meiner Frau davon.
Ich hab jetzt nur noch einen Trost:
dies Wässerchen hier, ihr Hirten: Prost! (trinkt)

Raffa: Ich bin der Raffa, der, dem alles stinkt.
Und ihr Leute, damit ihr’s wisst:
Am liebsten mach ich Mist.

Uri: Ich bin der Uri, Hirte hier auf dieser Erde.
Ich sag euch, damit was Gutes werde:
Uns fehlt einer, der von ganz oben mal zu uns hier unten käme,
Angst, Schuld, Zorn, Hass und Wut mal auf sich nähme,
fügt' unserem Namen an ein „el“, was so viel heißt wie Gott,
das wäre die Rettung aus der Not.
Wir wären gleich die besten Engel
und nicht mehr solche Lausebengel.

Micha: Ach, glaub du nur, sind alles bloß nur Träume,
ich hasse, wüte, schreie, schäume.
Wir sind abgehängt, aus uns wird nie was werden.

Luzi: (aufspringend) Alarm, da drüben klauen sie uns die Herden.


Engel Michael: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude,
die allem Volk widerfahren wird und das gleich heute,
denn euch ist jetzt der Heiland geboren,
zum Christus, dem Herrn, in der Stadt Davids auserkoren.
Und das habt nun zum Zeichen:
das Kind wird euer Herz erreichen.
Es wird in Windeln gewickelt in einer Krippe liegen,
so klein, und doch wird es Hass, Angst und Wut besiegen.


Engelschor: (singt)

Luzi: (erstaunt) Die Herden sind noch alle da und ein neues Schäflein gar dazu.
Von ganz oben kamen sie zu uns - da kribbelt noch mein Zeh im Schuh.

Gabri: Ob ich bei diesem Kind
die heilige Familie find?

Raffa: In Windeln gewickelt, welch ein Duft
liegt in der Luft.

Uri: „Habt keine Angst“ das war ihr Wort,
ein Kind in einer Krippe, an unserem Ort.

Micha: Weg ist die Angst und da ist Freude,
für dich und mich und alle Leute.

Luzi: Wir sind Gottes Engel hier auf Erden.
Der Heiland ist geboren – Friede soll werden.
Das Kind in der Krippe ist der Herr
für die Hirten und Engel

(sie verbeugen sich)

Micha: Michael

Raffa: Rafael

Gabri: Gabriel

Uri: Uriel

Luzi: Und Luzifer


(Die Hirten gehen zur Krippe. Auftritt der kleinen Hirten.)

Kleiner Hirte1: Auch wir, die Kleinen, laufen hin zum Stalle,
freut euch auf Erden ihr Menschen alle.

Kleiner Hirte2: Ich bring der armen Familie 'ne warme Suppe.

Kleiner Hirte3: Ich schenk dem Kind 'ne feine Puppe.

Kleiner Hirte4: Damit es nicht friert, lauf ich ganz schnell
und schenk ihm dieses Hirtenfell.

Kleiner Hirte5: Und ich, dem Kind zur guten Ruh,
 schenk ihm 'ne Decke noch dazu. 


Lied: Kommet ihr Hirten


Während dieses Liedes werden die Kamele bereit gemacht. Jeweils zwei Kinder bilden ein Kamel. Eine Decke/Stoff über die Kinder legen. Das vordere Kind hält den aus Pappe ausgeschnittenen Kopf eines Kameles. Die Könige gehen dann auf die Bühne und beobachten (mit ihren Fernrohren) die Besucher.


5. Szene: Die Weisen aus dem Morgenland
 

Sprecher: Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 2: Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.


Kaspar: Wir sind die Elite dieser Welt,
wir haben Weihrauch, Myrrhe und viel Geld.
Wir sagen voraus, was kommen wird.
Doch heute sind wir ganz verwirrt.
(dann zu Melchior)
Was sagen die Sterne in dieser Nacht?

Melchior: (schaut durchs Fernrohr) Nichts Gutes, nur Krieg der Sterne um die Macht.
Bald ist diese Welt verloren.
Wir sind zur falschen Zeit geboren.
Vielleicht ein Jahr noch und es ist zu Ende.

Baltasar: (schaut zum Stern, der Stern leuchtet auf) Halt, da scheint was Neues!
Vielleicht ist das die Zeitenwende.
(Alle Weisen schauen nach dem neuen Stern.)

Kaspar: Ob diese Welt noch etwas retten kann?

Melchior. Vielleicht ist an dem Stern ja doch was dran.
Ich spüre deutlich: die allergrößte Macht,
hat einen Sohn hervor gebracht
und vielleicht - in Zeiten der Emanzipation -
auch noch 'ne Tochter zu dem Sohn.

Baltasar. Wer kann uns Auskunft geben
über dieses neue Leben?

Kaspar: Wir brauchen die Weisheit der Priester vom größten Tempel aller Zeiten.

Melchior: Dann müssen wir schnell nach Jerusalem reiten.

Balthasar: Sattelt die Kamele für eine Karawane.
Ich will jetzt wissen, was ich ahne.

(Die Weisen ziehen zum Stall, evtl. als Karawane mit drei Kamelen)


Sprecher: So zogen sie zu dem König Herodes, dem Erbauer des großen Tempels. Die Schriftgelehrten suchten in den alten Schriften. Die Forscher forschten nach dem großen Rätsel. Sie fanden heraus, dass der Erlöser in Bethlehem geboren werden sollte. Dort sahen die Weisen den Stern über einem Stall stehen.

Kaspar: Der Erlöser? Die größte Macht im Weltenall?
Ich seh‘ hier nur einen alten Stall,
dazu ein paar Hirten mit rauer Sprache,
die verstehen gewiss nichts von unserer Sache.

Melchior: Doch, es ist das Geheimnis, das wir lange suchten:
Die Macht, die die Welt im Innersten zusammenhält,
das Größte ist zugleich noch in der kleinsten Hütte.

Josef: Kommen sie doch herein meine Herren, bitte.

(Die Weisen gehen dicht an die Krippe)

Balthasar: Liebe – die Macht des Himmels, der Sternenwind,
so stark und so schwach wie dieses  Kind.
In der Krippe ist Gott selber da.
Der Stern am Himmel, hier ist er ganz nah,
der Traum vom Glück und wahren Leben.
Wir sind am Ziel von unserem Streben.

Kaspar: Doch ist die Geschichte auch verzwickt.
Damit das Leben wirklich glückt,
braucht es Weisheit, Klugheit wie vom einem fernen Stern.

Melchior: Und ein Herz, das dir sagt: Du, ich hab dich einfach gern.

(Die Weisen übergeben ihre Gaben an Maria und Josef und reichen den Hirten die Hände)


Chorführer: Dazu wünschen die Engel

Alle: Dazu wünschen die Engel

Chorführer: Hirten

Alle: Hirten

Chorführer: und Herden

Alle: und Herden

Chorführer: Ehre sei Gott

Alle: Ehre sei Gott

Chorführer: Und Frieden auf Erden

Alle: Und Frieden auf Erden.

Ende


Creative Commons Lizenzvertrag
Gott wird Mensch von Helmut G. Müller ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International Lizenz..

Die   Rechte zur Aufführung des Stückes oder Verwendung von Teilen davon  werden erworben  durch die Angabe des Spielortes und der Zeit der  Aufführung im unten stehenden Gästebuch. Es erfolgt in der Regel keine  weitere Rückmeldung.
2 Kommentare


Marie Gerding
2015-11-06 16:31:47
Sehr geehrter Herr Müller,
wir würden ihr Stück gerne im Rahmen der Kinderkrippenfeier am 24.12.2015 in der Jugenbildungsstätte Sankt Altfrid (Bistum Essen) aufführen.
Mit freundlichen Grüßen,
Marie Gerding (Messdienerleiterin)
Elfi Reichert
2014-10-26 10:31:13
Auszugsweise Aufführung in der Kirchengemeinde in Habitzheim
 
Copyright 2015. All rights reserved.
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