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Prädestiniert zum Leben

Predigt > Taufe

Prädestiniert zum Leben  - Taufe eines Kindes  - Taufspruch 1.  Johannes 3, 2

Liebe Eltern, liebe Paten, liebe Taufgemeinde

Wir kommen und wir gehen auf dieser Welt, wir fangen an und wir hören auf, müssen aufhören, wenn die Zeit des Gehens gekommen ist.
An den Übergängen des Lebens treffen wir uns dabei hier in der Kirche, wir geben mit Dank und Lobpreis dem Gott die Ehre, der Anfang und Ende ist, wir bringen unsere Trauer und unsere Klage vor Gott, teilen das Leid, erst recht aber teilen wir die Freude, wo Leben neu beginnt..  Wir wissen noch nicht wie dieses neue Leben sein wird, die Zukunft ist offen, aber wir vertrauen darauf, dass in allem was kommt, der Gott der Liebe uns begleitet.
Der Taufspruch aus  1.Joh.3, 2 sagt das so. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder, es ist aber noch nicht offenbar geworden was wir sein werden.

Nein es ist noch nicht offenbar, was dieses Leben, dieses wunderbare Leben von Finn Felix am Ende sein wird.
Finn – der Helle, das ist eine Bedeutung des Namens, eine andere: der Wanderer. Was wird ihm  begegnen auf seiner Wanderschaft durch das Leben?
Viele helle Stunden wünschen wir ihm.  Doch  nur wer das Dunkle kennt, weiß  auch das Helle recht zu schätzen. Und wer im Unglück noch Gottes Segen erfährt, weißt sich am Glück  erst recht zu freuen. Häufig  liegt beides auch so dicht beieinander: Glück und Unglück. Niederlage und Sieg. Licht und Schatten. Schlimme Krankheit und so unbeschwertes, munteres neues Leben. Zwischen den Polen spannt sich das Dasein. Entsteht  eine spannende Lebensgeschichte. Diese ist heute noch nicht offenbar, sie wird ja noch geschrieben – die Geschichte von Finn Felix r und jeder von uns wirkt daran mit.
Werden es 80 oder 90 Jahre sein, oder noch mehr? Welche Ereignisse werden die Lebenszeit von Finn Zeller  prägen. Was wird er erleiden müssen und  welcher Akteur mit welchen Leidenschaften wird er selbst sein. Es ist noch nicht  offenbar, was Finn am Ende sein wird.
Genau so wenig, wie vor 80 Jahren, also im Jahre 1931 irgendjemand schon hätte sagen können wie heute die Welt aussieht.  Genauso ist es heute reine Phantasie das Jahr 2091 vorherzusagen. Die Lebensgeschichte von Finn Zeller zu prophezeien  Wir wissen  nicht was wirklich kommt.  Wer damals vor 80 Jahren 1931ein tausendjähriges Reich prophezeite hat bitter erlebt, wie die ganze Vorsehung schon nach 12 Jahren in einer Katastrophe unterging.
Wer heute vor 10 Jahren am 10. September 2001 Prognosen abgab für die politische Entwicklung des Jahrzehnts, der erlebte, dass schon einen Tag später am 11. September alles anders war.
Nein, es ist nicht offenbar, was wir sein werden. Die Zukunft ist offen. Das kann Angst wecken und Sorge, oder auch Neugier und Gestaltungslust und Entdeckerfreude
Mit der Taufe bekennen wir heute unseren christliche Glauben: Hab keine Angst. Sorge dich nicht: Was immer auch kommt, und wie  immer dein Leben auch sein wird. Du bist und bleibst Gottes geliebtes Kind. Die Taufe ist das sichtbare Zeichen dafür: Du bist himmlisch geliebt. Du stehst unter Gottes Schutz. Da ist jemand, der steht dir bei und  hilft dir. Unsichtbar und verborgen oder auch wie heute in Gestalt der Paten ganz sichtbar und real. Er ist dir nahe, und hält dich über Wasser  im Fall des Falles.
In dir wohnt  schöpferische Kraft. Du bist prädestiniert zu Leben.  Wie dieses Leben aussehen wird, gestaltest du  selber mit.
Du bist kein Sklave dunkler Schicksalsmächte. Du bist ein freier Christenmensch, niemanden untertan und kannst mit schöpferischer Freiheit deine Geschichte schreiben, gemeinsam mit anderen,  in Liebe zu anderen und im Dienst für sie. Wir sind schon Gottes Kinder.

Im alten Rom durfte  nur der Kaiser, diesen Titel tragen: Sohn Gottes In Jerusalem war der Titel vorbehalten für den Messias, den Christus, den gesalbten endzeitlichen König  in der Nachfolge Davids. Der  sollte sich durch die entsprechenden großen Taten als Sohn Gottes ausweisen.
Wir aber glauben: Wir sind schon Gottes Kinder,  unabhängig von unseren Taten und vor allen unseren Werken. Der christliche Glaube ist ganz einfach: Jeder Mensch ist ein Kind Gottes. Er ist Mitschöpfer dieser Welt. In dir wohnt kreative Kraft. Ebendeswegen ist jetzt noch nicht offenbar, was wir sein werden, was diese Welt werden wird in der Lebenszeit von Finn. Aber wir können darauf vertrauen: die Geschichte geht gut aus. Es nimmt ein gutes, versöhnliches Ende. „wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein, denn wir werden ihn sehen wie  er ist.“
Aber wie ist er denn nun, Gott?
Wir bekennen im Blick auf ihn. “Niedergefahrengefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.“ Wir glauben: Am Ende steht himmlisches Leben
Hölle, Tod und Teufel mögen Zwischenstationen sein, aber am Ende steht  der Himmel, da steht die Allmacht der Liebe. Deswegen können wir Ungewissheit aushalten, brauchen Tod und Teufel nicht zu fürchten. Wir sind und bleiben in all dem Gottes Kinder. Das Ende heißt Finn Felix – wörtlich übersetzt. Helles  Glück. Aber das ist dieses Kind  ja auch heute schon für euch liebe Eltern Großeltern, Paten und Freude:  helles Glück, bestimmt zum Leben. Dem Himmel sei Dank.  

 
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